Spielbericht E2 Die Einsiedlerin

Die Einsiedlerin ist das zweite Abenteuer aus der Spielsteinkampagne für Das schwarze Auge. Nach etwa zweieinhalb Sitzung haben meine Spieler gestern das Tal wieder verlassen. Anbei ein Bericht, was mir an dem Abenteuer gefiel oder beim Spielen auffiel.

— Spoiler —

Der Einstieg ins Abenteuer ist ein Troll, der von oben auf die Helden hinabspringt. Die meisten Helden sind ausgewichen, nur der Zwerg hätte fast alles versaut, in dem er seine Axt nach oben halten wollte. Kurz darauf wollte er den Troll angreifen. Damit das Abenteuer nicht schon vorbei ist, bevor es überhaupt richtig begonnen hat, musste ich die Ansage des Spielers leider überhören.

Nach einer stockenden Unterhaltung mit den Trollen haben die Helden sich bereiterklärt in dem Tal nach dem Rechten zu sehen. Allerdings fehlten ihnen einige Informationen, weil sie die Trolle nicht aktiv gefragt haben, was denn in dem Tal passiert ist. Und alles wollte ich den Spielern auch nicht vor die Füße kotzen.

Die erste Session im Tal war dann doch eher langweilig. Die Spieler sind umhergeirrt und haben nur das alte Lager der Trolle, die Zwergenstatue so wie den Steinkreis gefunden. Dort haben sie sich aber leider nicht näher umgeguckt und ich musste sie über das Steinmännchen stolpern lassen. Wie Spieler halt so sind, haben sie die komplett falschen Schlüsse gezogen und sind mit dem Männchen zurück zur Statue gelaufen, in der Hoffnung, dass dann etwas passiert. Da sind sie leider noch zu sehr im Computerspiel-Modus: Benutze kleines Männchen mit großen Männchen. Zur Abwechslung habe ich dann noch ein paar Goblins auf sie gehetzt.

Der nächste Morgen begann für einige Spieler mit Alpträumen. Dafür habe ich noch meine eigene Prophezeiung zum Sternenfall geschrieben (Siehe unten). Dann sind die Helden wieder zum Steinkreis gegangen und haben sich diesmal gründlich umgeguckt. Somit konnte ich ihnen allerhand Hinweise liefern. Leider haben sie auch hier wieder wilde Itemkombinationen probiert, bevor sie sich entschlossen nach Norden weiter zu ziehen.

Die Karte des Tal habe ich immer nur Stück für Stück raus gerückt. Je nachdem, was sie gerade erkundet hatten. Da sie nie richtig im östlichen Teil waren, haben sie das Stück gar nie erhalten.

Nach einem Wildschweinüberfall, einem Abstecher zum Trichter und Wasserfall kamen die Helden schließlich zum Dorf der Schmiedin. Dort haben sie einen Überblick über die Situation im Tal erhalten. Mit dem Druiden haben sie dann noch geredet. Dabei hat sich ein Spieler besonders hervorgetan und auf eine diplomatische Lösung gepocht. Nach erstaunlich wenig hin und her, und wenig Interaktion mit den NPCs haben sich die Helden in die Binge aufgemacht.

Dort war es dann dank Kerzen, gedämmten Licht und ohne Bildschirm sehr stimmungsvoll. Die Spieler ließen sich insbesondere von meinen verdeckten Sinnesschärfeproben verunsichern. Im Schacht trafen sie dann auf eine Höhlenspinne die dank Lampenöl und Ignifaxius schnell Geschichte war. In einem Durchgang konnten sie eine kurzen Blick auf Archon erhaschen, waren sich aber nicht sicher, ob das nur ein Trugbild war.

Zum Ende hin ging alles fast wie geplant, nur unser Zwerg stellte sich der Statue in den Weg und nahm davon ordentlich Schaden mit. Die Helden flüchteten dann in die Gemächer des Königs, welche ich leider nicht vorbereitet hatte. Aber mit etwas Improvisation ging auch das, wobei der Hinterausgang ja versperrt ist und die Helden somit nochmal an der Statue vorbei mussten. Mit einem Seil konnten sie jene noch AT-AT typisch zu Fall bringen bevor sie Fersengeld gaben und zurück gesprintet sind.

Den Schluss habe ich dann schnell abgehandelt. Für jeden gab es noch eine Waffe; aus dem besonderen Schwert habe ich einen Dolch gemacht und 25 AP.

Insgesamt ein gelungenes Abenteuer mit einigen Ecken, die umschifft werden mussten und Phasen der Langeweile.

Der Sternenfall

Du musst kurz eingenickt sein. Das Feuer an dem du eben noch mit deinen Kameraden gescherzt hast, liegt kokelnd da. Die Sterne sind hell heute Nacht, sodass du auch trotz der fehlenden Flammen sehen kannst. Als dir auffällt, dass du alleine bist, erklingt wie auf ein Signal ein Schrei aus dem Wald. Du erkennst ein helles Glimmen das aus der selben Richtung kommt.

Schnell springst du auf und stürzt dich ins Unterholz; Die Sterne erleuchten dir den Weg. Schließlich erreichst du den Rand einer Lichtung, die gestern noch nicht hier war. In ihrer Mitte liegt ein Stein von dem ein bläuliches Licht ausgeht. Bäume und Buschwerk sind strahlenförmig davon weggeknickt. So, als hätte ein Riese den Stein gerade erst dort abgelegt. Plötzlich zuckt ein Lichtblitz über den Nachthimmel, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Rauschen.

Als du nach oben blickst, erkennst du helle Streifen, die sich wie Sternschnuppen über dir ergießen; Nur, dass diese den Baumwipfeln gefährlich nahekommen. Das ganze Sternengefüge scheint instabil geworden. Abundzu löst sich einer der hellen Punkte und raßt gen Dere. Ist dies die gerechte Strafe der Götter für die Frevel der Menschen? Als ein Punkt direkt auf dich zu kommt, rennst du wieder in den Wald hinein. Wie zum Hohn, erhellt dir der Stern den Weg durch den Wald, während er unaufhaltsam näherkommt. Das letzte Bild, welches sich in deine Augen brennt, ist dein eigener Schatten, wie er über den Waldboden stolpert.